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Poesie

Verfehlte Träume

Du warst doch noch so jung,
So richtig toll und klasse -
Ich sagte: bitte sei nicht dumm!
Doch du wolltest raus aus der Masse.

Du bist los mit deinen Träumen,
Hinaus in die weite Welt -
Hattest wohl Angst etwas zu versäumen?
Du hörtest noch wie der Hund bellt.

Es gab kein zurück -
Deine Sehnsucht war zu stark.
Nun fehlt hier ein großes Stück.
Der Schmerz trifft ganz tief ins Mark.

Tränen, Trauer, Schmerz -
Diese Leere quält seit März.
Deine Träume sind dahin,
Was wolltest du da drin?

Zur falschen Zeit am falschen Ort.
War es nur ein Unfall -
Andere sprachen gleich von Mord.
Da war dieser entsetzliche Knall.

Du wolltest auf Erlebnisreise,
Vorne an der Straßenecke,
Ach du Scheiße -
Lagst du blutend auf der Thermodecke.

Du hattest keine Chance,
Ich wollte noch schreien –
verstarrte aber wie in Trance.
Du konntest es nicht mehr vermeiden.

Aus die Träume, vorbei das Leben.
Du fehlst - konnte dir nichts mehr geben.
Nur erweisen dir die letzte Ehre.
Es bleibt der Schmerz, es bleibt die beißende Leere.

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